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 Liebe Leserinnen und Leser,

mit Nachdruck hat fast die ganze Welt ab Pandemie-Beginn nach Impfstoff gerufen und ich habe von Februar bis in den Juli 2021 besonders die Bundesländer kritisiert, die durch die Einlagerung von Impfdosen nicht die maximal mögliche Menge an Mitmenschen geschützt haben.

Dann schaute ich seit Mitte Juli 2021 frustriert auf die Impfzahlen, die belegten, dass wöchentlich Millionen Impfdosen in Deutschland unverimpft blieben, weil die fast überall ohne Termin möglichen Impfungen nicht wahrgenommen bzw. nicht nachgefragt wurden. Ergebnis: Ab Mitte Oktober 2021 rollte die längst vermeidbare 4. Welle, schneller und höher als erwartet. Ende November 2021 zündete der Impf-Turbo wieder - aber weitgehend nur für Auffrischungen, obwohl obendrauf die 5. Welle der Omikron-Variante längst durchrollte.

Stand 26. Oktober 2022 haben erst 77,9 % der Bevölkerung per Erstimpfung sich für den Leben rettenden Schutz entschieden und haben weitgehend auch die Zweitimpfung. Dabei klafft die Impfschere zwischen Bremen mit löblichen 91,9 % und Sachsen mit nur 66,3 % extrem auseinander.

Rechnen wir wenige Prozent echte Impfgegner einige nicht Impffähige und die Kinder unter 5 Jahren heraus, können und mussten wir auf eine Impfquote von 90 % kommen, um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen. Bei den Älteren über 60 Jahre haben wir diese Quote teilweise - dann müssten aber die übrigen Älteren und die jüngeren Erwachsenen nachziehen, was seither nicht der Fall ist. Seit dem Winter hat die Impfquote kaum zugenommen. Die Immunisierung hat trotzdem zugenommen, da Ungeimpfte häufig per durchlebter Infektion natürlichen Schutz aufgebaut haben.

Jede(r) Mitbürger(in) konnte bereits seit Mitte Juli 2021 einen der vielen ungenutzten Impftermine wahrgenommen haben, hätte längst den eigenen Vollschutz, hätte indirekt alle Mitmenschen mitgeschützt und hätte durch die so mögliche Minimierung der Inzidenz geholfen, weiteren Mutationen die Verbreitungsgrundlage zu entziehen.

Viele Restriktionen wären mit höherer Impfquote über die 4. und nun 5. Welle schlicht nicht nötig geworden. Aber die Ungeimpften als Verursacher beschwerten sich gegen Maßnahmen, die nur durch deren eigene Impfverweigerung nötig wurden?

Ich kann auch weiterhin nur jede(n) aufrufen, sich impfen zu lassen und mitzuhelfen, Verwandte, Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen, Sport- und Vereinskollegen, (immer m/w/d) zur Impfung zu motivieren. Nicht irgendwann - JETZT! Mit einer Auffrischung im Herbst, angepasst an die letzten dominanten Virusvarianten, ist man dann gegen die 6. Welle gewappnet.

Bereits Geimpfte sollen ohnehin nach ca. 6 Monaten den sogenannten "Booster" nutzen, um den Schutz zu verlängern und zu erhöhen!

Wer unsicher ist, Fragen hat, sollte deshalb nicht zögern sondern umgehend bei Ärzt(inn)en, in Apotheken oder dem nächsten Impfzentrum Rat suchen - und dann aufgeklärt gleich die Impfung vollziehen lassen.

Es sind mehr als genug Mitmenschen gestorben oder leiden unter Long-Covid: Seien Sie egoistisch, selbst geschützt per Impfung! Seien Sie solidarisch, um geimpft andere mitzuschützen!

Wer gegen die bisherigen Impfstoffe Vorbehalte hatte, kann seit März auf den zusätzlich verfügbaren Impfstoff von Novavax ausweichen.

In der Breite ist aber wichtiger, den auf die Virusvariante BA.5 bereits angepassten Impfstoff zu nutzen, da dieser am engsten auf die neu dominanten Nachfolge-Varianten BQ.1 und BQ.1.1 angepasst ist.

Rolf Albrecht
     
   
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