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 Energiewende-Kurzkommentare
- nun leider im Kriegs-Modus
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 13. März 2022:
Heute haben wir 17 Tage Angriffskrieg in Europa, mit vermutlich über 1.000 Toten/Tag, die Diktator Putin mit seinen realitätsblinden Vasallen zu verantworten hat. Die Energiepreise steigen täglich und tun besonders denen weh, die z. B. als Mieter nicht entscheiden konnten, womit geheizt wird. Hier muss der Staat sozial den wirklich Bedürftigen helfen. Wer aus mangelnder Weitsicht selbst in eine fossile Heizung oder unnütz spritschluckende Fahrzeuge investiert hat, stelle sich beim Schimpfen bitte hinten an. alb

26. Februar 2022:
Wir brauchen einen Masterplan für nachhaltige Energie-Versorgungssicherheit: Um maximal schnell den Verbrauch von Erdgas/Erdöl/Kohle zu minimieren, müssen wir alle Register ziehen. Geschossen wir in Europa nur in der Ukraine - aber wir sind aktiver Teil des Ressourcen-Krieges, der Putin und andere Despoten finanziert. Von Biogasanlagen über Solarparks bis zu dezentralen Wasserkraftwerken und Windrädern müssen Planungen und Genehmigungen jetzt unbürokratisch beschleunigt werden. Die Produktions- und Montagekapazitäten für alle nachhaltigen Energieverwendungen müssen im Turbotempo hochgefahren werden, um möglichst viele gas- und ölbasierte fossile Heizungen/Fahrzeuge/Maschinen zu ersetzen oder per Hybridbetrieb auf minimale Betriebsstunden zu reduzieren. Hierfür brauchen wir zusätzlich viele tausende fachkundig Mitarbeitende, die gut bezahlt angeworben und zu Überstunden motiviert werden müssen. Schnelle Energiewende gegen den Klimawandel und Anti-Kriegs-Strategie sind hier zwei Seiten der gleichen Medaille. alb

24. Februar 2022:
Die meisten Befürchtungen sind seit heute übertroffen - Putin hat seinen eiskalt geplanten Angriffskrieg auf die Ukraine heute eskalieren lassen. Mit der Nutzung fossiler Energien finanziert jeder Verbraucher diesen Krieg und weltweit auch andere Despoten-Regime. Damit ist klarer denn je, dass wir alle maximal möglichen Ressourcen aufbringen müssen, die Energiewende noch schneller zu schaffen, um nicht für die Versorgungssicherheit sogar den Ausstieg aus Kohle und Atomkraft verzögern zu müssen. Ein Russland unter Putin ist jedenfalls als Lieferant spätestens seit heute dauerhaft diskreditiert. alb

19. Februar 2022:
Regelmäßige kleinere Erdbeben gefährden Erdgas-Lieferungen aus den Niederlanden: Die nächste Rote Karte für Erdgas kommt aus Hollands Norden. Der ertragreiche Abbau hat längst die geologischen Tiefen destabilisiert und führt in kurzen Zeittakten zu leichten Erdbeben. Die auch Westfriesland genannte Region mit der größeren Stadt Groningen ist, wie das norddeutsche Tiefland, eigentlich erdbebenfrei - mit der üblen Folge, dass tausende Gebäude eben gar keine Erdstöße vertragen, weil das bauhistorisch irrelevant war. Die Niederlande wollen damit vorzeitig aus der Erdgasförderung aussteigen, was auch ein Export-Ende nach Deutschland nach sich ziehen wird. alb

14. Februar 2022:
Putin's Kriegs-Gelüste sind Rote Karte für Erdgas:
Die Ukraine wird seit Jahren im Osten mit russischen Separatisten bekriegt, ihr wurde per Einmarsch die Krim geraubt und hat selbst nicht das Potential Russland anzugreifen. Auch die NATO hat sich nie an russischem Terrain vergriffen. Und jetzt umziegelt der Tyrann die Ukraine und will Sicherheits-Zugeständnisse? Das ist kaltblütiger Großmachts-Faschismus, dem kein Demokrat nachgeben darf. Erdgas bleibt Teil dieses Machtpokers und ist für mich damit raus aus der Energieplanung. Jede neue Gastherme, Gasturbine, etc. ist eine unduldbare Spende an Putin. Auch Bestandsanlagen müssen wir schnellstmöglich so runterfahren, dass der Restbedarf aus demokratischen Ländern wie Norwegen oder per Biogas-Selbstversorgung abgedeckt wird. alb

11. Februar 2022:
Die "Stiftung Klima- und Umweltschutz MV" ist offenkundig eine Fake-Organisation für Diktator Putin. Der mit russischen Millionen via Gazprom angeheuerte Rentner-Kanzler Schröder hat als treuer Vasal offenkundig die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und andere in der SPD auf Nord Stream 2 wahrhaft "eingenordet". Das Bundesland blamiert damit unsere Demokratie als Alibi-Stifter für eine faktisch von Putin vollfinanzierte operative Pipeline-Organisation, die Umweltziele nur vortäuscht. alb

3. Februar 2022:
Gestern hat die EU-Kommission die umstrittene EU-Taxonomie beschlossen, wonach Atomkraft und Erdgas für Geldgeber als nachhaltige Investition gelten soll. Eine Stellungnahme des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE) haben wir deshalb heute veröffentlicht. Bleibt die Frage, ob das EU-Parlament stark genug ist, diesen Unsinn zu beenden - oder ob damit die Taxonomie als grüngewaschen gänzlich diskreditiert wird. alb

2. Februar 2022:
Nach dem Förderstopp am 24. Januar (siehe unten) wurde nun zugesagt, alle bis dahin vorliegenden Anträge anzunehmen, soweit förderfähig. Damit fällt die Förderung nur dem weg, der auf den letzten Drücker vor dem 31. Januar noch beantragen wollte. Die sinnvollere Effizienzhaus-40-Förderung bleibt, wird aber im Budget gedeckelt. Für die Klimaziele ist damit jetzt wichtig, den ungeförderten 55-er-Standard als bauliches Mindestniveau vorzugeben, damit nicht noch schlechter gebaut wird. Und nach vorne brauchen wir einen Förderfokus auf voll zukunftsfähige Bauten, also Passivhäuser oder per Saldo Energie-Überschuss-Häuser. alb

29. Januar 2022:
Rechtswidrige Strompreiserhöhungen: Auch unser bisheriger Stromversorger hat im Herbst versucht mit vorzeitigen und zugleich massiven Preiserhöhungen vollendete Tatsachen zu schaffen. Wir haben umgehend reagiert und beziehen zu vertretbaren Preisen nun Ökostrom von einem regionalem Wasserkraftwerk am Oberrhein. Da der Rhein auch nachts fließt, gibt es ein paar Cent Nachlass für Nachtstrom von 22 bis 6 Uhr. Das können wir gut nutzen, um unser E-Auto gezielt nachts zu laden. Ohne Wallbox an der Schukosteckdose ergibt das pro Nacht Strom für gut 100 km und ist ein kleiner Beitrag zur Netzstabilisierung. alb

26. Januar 2022:
Erdgas-Fake-Spiel statt Versorgungssicherheit: Beim Erdgas wurde mit Hauptlieferant Russland der Bock zum Gärtner gemacht. Putin kontrolliert die Gewinnung, die wichtigsten Pipelines und absurderweise auch wichtige Gasspeicher, deren Kauf in unerklärlicher Naivität zugelassen wurde. Diese Speicher sind fast leer und dienen damit statt der Versorgungssicherheit als preistreibendes Druckmittel. Ein Grund mehr, um schnellmöglich auch den Erdgasbedarf massiv zu senken - durch erneuerbare Energien. alb

24. Januar 2022:
KfW-Programm für Effizienzhäuser und Sanierungen gestoppt: Minister Habeck hat für wesentliche KfW-Förderungen heute vorzeitig die Reißleine gezogen. So ist das eben mit zu gering ambitionierten Subventionen, wenn leicht zu nehmende Hürden eine Antragsflut ermöglichen. Angemessen erreichbare Effizienz- und Energiesparziele hätte man längst als Mindestanforderung fixieren müssen - und Förderungen an deutlich höhere Zielmarken binden. alb

17. Januar 2022:
In einigen Jahren bekommen wir Feststoffbatterien statt Lithium-Ionen-Batterien. Das ist kein trockenes Thema, sondern einer der Schlüssel für die Energiewende. Unser neu veröffentlicher Bericht zum Stand der Entwicklung einer Massenproduktion zeigt, dass es nicht nur um mehr Leistung in kleineren Batterien geht. Grundlegend ist der mögliche Verzicht auf seltene Rohstoffe und das gelöste Brandschutz-Problem. alb

15. Januar 2022:
Wieder mehr Sonnenenergie: Die Wintersonnenwende ist heute 25 Tage her, also haben wir die dunkelsten 50 Tage des Jahres mit den geringsten Solarenergieerträgen hinter uns. Zugleich sinken die Richtung Jahresende aus dem Ruder gelaufenen Preise für Erdgas und kurzfristig nachgekauften Strom wieder deutlich. Diese kurzfristigen Wucherpreise müssen aber als Warnung ernstgenommen werden: Zur Energiewende gehört eben auch eine kluge Vorsorge bei und gegen Spitzenlasten - als strategische Aufgabe. alb

6. Januar 2022:
Ob das Atomkraft-Greenwashing der EU-Kommission weniger schlimm oder noch schlimmer ist, ist schwer zu beantworten. Allein auf CO2 geblickt, ist Erdgas schlimmer. Aber was ist mit dem für Jahrzehnte verlängertem GAU-Risiko und der fast ewigen Altlast des Atommülls? Ausbaden und bezahlen müssen das die Generationen, die jetzt noch nicht mitentscheiden. alb

5. Januar 2022:
Den Jahresanfang 2022 hat die EU-Kommission überzeugten Befürwortern einer konsequenten Energiewende durch dreistes Greenwashing verdorben. Im Kern geht es wider den Klimawandel um das möglichst schnelle Ende fossiler Energien. Und nun soll Erdgasnutzung förderfähig als nachhaltige Investition gelten? Es ist, als wollte man einen Alkoholiker durch Umstieg von Schnaps auf Likör heilen - ein Bärendienst für das Klima - obendrein mit immer mehr üblen Fracking-Schäden. Klimaschützer sind frustriert und Diktator Putin lacht sich ins Fäustchen. alb
   
    
 
 
Liebe Leserinnen und Leser,
die nebenstehenden Tageskommentare sind in unserem Fachleserportal eine seit Sommer 2021 für Corona-Themen bewährte und nun für die Energiewende genutzte Form für kommentierte Nachrichten, die einfach chronologisch fortgeschrieben wird, mit sinnvollen Hinweisen, Lob und Tadel. Soweit mit "alb" gekennzeichnet, stammen die Kommentare von Chefredakteur Rolf Albrecht.
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